Mauritius - 10.03.2003
14:15 Uhr Ankunft im Maritim Hotel in Balaclava
Nachmittags Baden am Strand
Temperaturen: Durchschnittlich 19 - 31°C
Meerestemperatur: 28°C
Mauritius
Mauritius - 11.03.2003
09:00 Uhr Fahrt mit dem Taxi in den Pampelmousses Garten
Die Geschichte des Gartens
Der botanische Garten verdankt seine Existenz einem der ersten und bekanntesten französischen Gouverneuren der Insel, Mahe de Labourdonnais. Im Jahre 1735 kaufte Labourdonnais das Kolonialhaus "Das Schloß von Mon Plaisir" und legte neben dem Haupttor seiner Residenz einen Gemüsegarten an. Rechts davon befanden sich die Sklavenhütten von denen heute leider keine Spur mehr existiert.
Der Gemüsegarten sollte die Familie des Gouverneurs, die immer größer werdende Stadt Port Louis sowie die Schiffe auf der Durchreise mit Gemüse versorgen. Geht man davon aus, daß der jetzige Garten seinen Ursprung bei diesem Gemüsegarten und der Residenz von Labourdonnais hat, so wäre Pampelmousses der älteste botanische Garten des französischen Reiches. Geht man aber von der Theorie aus, daß der Garten von Pierre Poivre im Jahre 1768 angelegt wurde, so wäre Pampelmousses der älteste und bewundernswerteste Garten aller tropischen Länder in Bezug auf seine zahlreichen Pflanzenarten.
In diesem Garten wurden Pflanzen aus Europa und aus einigen östlichen Ländern gezüchtet, die einen besonders Bedeutenden botanischen und wirtschaftlichen Wert hatten. Unter diesen Pflanzen war z.B. die Wurzel Cassava (Maniok), die Labourdonnais als Grundnahrungsmittel für die Sklaven aus Brasilien importierte.
Im Jahre 1739 wurde "Mon Plaisir" von der Schifffahrtsgesellschaft "Comagnie des Indes" in Besitz genommen. Maulbeerbäume wurden auf beinahe der Gesamtfläche des Gartens gepflanzt, mit dem Ziel, die Seidenraupenindustrie zu fördern.
Später wurden die Maulbeerbäume von Albizia lebbeck-Bäumen (schwarzes Holz) ersetzt, deren Kohle für die Herstellung von Munitionen verwendet wurde. Die Franzosen hatten zu diesem Zeitpunkt die Insel als militärischen Stützpunkt gewählt und die notwendigen Vorkehrungen wurden getroffen, um für die Eventualität eines Krieges gerüstet zu sein.
Als David im Jahre 1746 zum Gouverneur ernannt wurde, veranlaßte er die Residenz "Le Reduit" zu bauen und ließ sich dort nieder. So war das Schloß Mon Plaisir von 1746 bis 1753 unbewohnt und verwahrlost. Dann wurde ein französischer Kunstgärtner namens Fusée-Aublet zu der Insel geschickt, mit der Aufgabe, eine Apotheke einzurichten und einen botanischen Garten anzulegen. Anfangs wohnte er in dem Schloß Mon Plaisir, zog aber kurze Zeit später samt seiner ganzen Planzenvarietäten in die Residenz "Le Reduit" um. Zwischen ihm und Poivre gab es zu der Zeit gewisse Auseinandersetzungen bezüglich der Muskatnußbäume.
1767 wurde Poivre zum Verwalter der Insel ernannt und zog ein Jahr später in das Schloß Mon Plaisir ein. 1770 nahm er die Gelegenheit wahr, den Besitz käuflich zu erwerben.
Er war also Urheber des heutigen Gartens, ließ Muskatnußbäume sowie Nelkenbäume anbauen. Darüberhinaus förderte er die Kultur einheimischer Pflanzen. Dank seinem Nachfolger Nicolas Céré, der einen Großteil seines Lebens und seines Vermögens in den Garten investierte, wurde dieser von zahlreichen Botanikern aus aller Welt bekannt.
Zwischen 1810 und 1849 erlebte der Garten eine schwierige und unsichere Phase. 1849 wurde James Ducan Direktor des zu diesem Zeitpunkt vernachlässigten Gartens. Nach und nach versetzte er den Garten in seinen ursprünglichen Zustand und brachte neue Pflanzenarten ein.
Unter diesen war z.B. die Königspalme, ein prächtiger Baum, der wie aus dem Bilderbuch zwei Alleen des Gartens schmückt.
Um die Mitte des letzten Jahrhunderts erlebte die Zuckerindustrie einen rapiden Zuwachs. Mehrere Zuckerrohrarten aus verschiedenen Ländern wurden in den Garten eingeführt. Dr. Charles Meller wurde nach Australien und Neuseeland geschickt, um nach neuen Arten zu suchen. Leider starb er während seiner Reise.
1866 wurde die Insel von einer verheerenden Malariaseuche heimgesucht. Mehrere tausende Eukalyptusbäume wurden gepflanzt, mit dem Ziel, das vorhandene Sumpfland, in dem sich die Krankheitsträger vermehrten, trockenzulegen.
Nach einer gewissen Zeit wurde der Direktor des Gartens zum Forstverwalter der Insel ernannt. Seit 1913 ist das Ministerium für Landwirtschaft für die Verwaltung des Gartens zuständig.
Pampelmousses Garten
Abendstimmung
Mauritius - 12.03.2003
Heute ist Unabhängigkeitstag auf Mauritius
Baden und Schnorcheln im Meer
Mauritius - 13.03.2003
08:15 Uhr Fahrt mit dem Taxi in den Süden der Insel mit folgenden Haltepunkten:
Troux aux Ports - Krater See
Troux aux Ports - Krater See
Am Kratersee
Grand Bassin - Hindu Tempel
Grand Bassin
Grand Bassin
Chamarel - Cascade und farbioge Erde
112 m hoher Wasserfall
Wasserfall
Chamarel
Zu den seltsamsten Sehenswürdigkeiten von Mauritius kann man die Erde der sieben Farben bei Chamarel zählen. Obwohl noch nicht bewiesen, vermutet man, daß dies das Ergebnis der dem Wetter ausgesetzten Vulkangestein ist. Diese facettenreichen und lebhaft kontrastreichen Erdlagen sind nicht weit entfernt von den 112 m hohen und eindrucksvollen Wasserfällen von Chamarel.
Chamarel
Chamarel
Mittagessen in Chamarel
Während der Rückfahrt zum Hotel noch ein Einkaufsbummel mit Saint Laurant Textilien.
Rückkehr gegen 16:00 Uhr im Hotel
auf der Rückfahrt
Maritim Hotel
Mauritius - 14.03.2003
05:45 Uhr Aufstehen
07:15 Uhr Abfahrt zum Flughafen
08:45 Uhr Ankunft am Flughafen
10:15 Uhr Abflug nach Paris mit Air Mauritius (Ais France) AF 3865
Flug Mauritius - Madagaskar - Nairobi - Khartoun - Sizilien - Neapel - Rom - Turin - Paris
18:15 Uhr Ankunft in Paris
20:35 Uhr Weiterflug nach München mit Air France AF 1222
22:10 Uhr Ankunft in München