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1. Tag - 03.04.2007

Fahrt nach Habarana

Um 08.30 Uhr verabschiedeten wir uns am Peer vom Kreuzfahrtdirektor Michael van Oosterhout und einem Teil des Phoenix-Teams um die Sri Lanka Rundreise in Angriff zu nehmen.

Unser erster Stopp war in Pinnawela bei den Elefanten.

In Pinnawela befindet sich das Elefanten-Waisenhaus. Dort, direkt am, Fluß Maha Oya, werden verwaiste oder verwundete Elefantenkinder, die irgendwo auf der Insel aufgegriffen wurden, versorgt, später zu Arbeitselefanten ausgebildet und verkauft. Ein Dutzend oder noch mehr mit einem haarigen Flaum bedeckten Kerlchen gibt es hier immer zu sehen. Besonders lohnend ist der Besuch zwischen 11 und 12 Uhr zur Badezeit - was wir auch schafften.

Unterwegs nach Pinnawela

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Pinnawela

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Nach dem Mittagessen ging die Fahrt weiter nach Habarana in unser Hotel - die Cinnamon Lodge - ein wunderschönes und sauberes Hotel mit herrlichen Frühstücksbuffet und Abendessen.

Eindrücke auf dem Weg nach Habarana

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2. Tag - 04.04.2007

Route am 2. Tag

- Sigiriya und Polonnaruwa

07:30 Uhr
Start zu unserem Ausflug nach Sigiriya
Um 08:00 Uhr begann der Aufstig auf den Sigiriya mit seinen 1200 Stufen


Bergfestung Sigiriya

Sigiriya ist so etwas wie ein exotischer Ausrutscher in der singhalesischen Geschichte, der geradezu zur Legendenbildung auffordert. So, wie der klotzige Gneisfelsen himmelhoch aus dem flachen Buschland wächst, muss er dem schlechten Gewissen des königlichen Schurken Kassapa, der der Welt mit seinem Felsenfort die eindrucksvollste Einzelanlage der Insel hinterließ, wahrlich als ideale Festung und Fluchtburg erschienen sein.

der Berg rechts ist Sigiriya

Ursächlich für die ganze Geschichte mit dem Felsen war ein Familiendrama in Anuradhapura. Es spielte im 5. Jahrhundert und begann zur Zeit der Regentschaft von König Dhatusena (460 - 478), einem der großen Tankbauer in der singhalesischen Geschichte. Dhatusena hatte zwei Söhne: einen legitimen namens Mogallana und einen zweiten, Kassapa, Folge eines Seitensprunges mit einer Mätresse. Zimperlich kann Dhatusena nicht gewesen sein, denn er ließ eines Tages seine eigene Schwester verbrennen, weil deren Sohn die Tochter des Königs mißhandelt hatte. Der auf Rache sinnende Neffe fand in dem "zweitklassigen" Sohn Kassapa eine idealen Komplizen. Die beiden nahmen den König gefangen und ließen ihn lebend einmauern. Thronfolger Moggallana nahm verständlicherweise Reißaus und floh nach Indien. Kassapa übernahm die Macht und regierte 18 Jahre: von 487 bis 496. Die Rückkehr des Bruders fürchtend, begann er alsbald mit dem Ausbau des 200 m hohen rötlich schimmernden Monolithen zu einer Festung. Der Name des Felsens setzt sich aus den Wörtern Giri (Fels oder Maul) und Sinha (Löwe) zusammen. Man mag nun streiten, ob es schlicht der Löwenfelsen ist oder das noch teilweise erhaltene Vorderteil eines Löwen, durch dessen Rachen man das Felsplateau erklomm, und dem Ort seinen Namen gab.
Nach sieben Jahren Bauzeit konnte Kassapa den Palast auf dem Felsen beziehen, von dem Grundmauern, Felsenthron und Wasserreservoir noch sichtbar sind. Am beeindruckendsten ist aber doch der weite Blick vom Plateau, der nach Norden über die Buschlandschaft geht und nach Süden bis zu dem aus dem Dunst aufragenden zentralen Bergland reicht.

Blick in Buschland und Berge

Nach 18 Jahren erfolgte die Invasion. Mogallana näherte sich mit einem indischen Söldnerheer Sigiriya. Kassapa, keiner weiß warum, verließ seine Zitadelle und zog mit seinen Truppen dem Halbbruder entgegen. Noch bevor es beim heutigen Habarane zur Schlacht kam, flohen die Truppen Kassapas, der auf einem Elefanten sitzend sich selbst die Kehle durchschnitt.
Mogellana verlegte die Residenz wieder nach Anuradhapura, und Sigiriya versank, ohne seinen eigentlichen Zweck als Festung je gedient zu haben, wieder im Abseits der Geschichte; so blieb die Anlage - blieben insbesondere ihre unvergleichlichen Fresken - vor Zerstörung bewahrt.

Wolkenmädchen

Die Gesamtanlage ist keineswegs auf den Felsen beschränkt, sondern umfaßt weitläufige Gartenanlagen, Lustgärten, die sich symmetrisch angeordnet westlich des Felsen erstrecken. Sie werden an drei Seiten von einer Mauer umfaßt, die östliche Begrenzung ist der Felsen selbst. Wasserspiele und Pavillons waren geometrisch angelegt und wurden in Regie des UNESCO-Projekts wiederhergestellt. Ein Rundgang durch die Gartenanlagen ist unbedingt zu empfehlen.

Gartenanlage

Geht man von Osten auf den Felsen zu oder hält, durch das Südtor eintretend vor dem ansteigenden Gelände an, befindet man sich im ehemaligen Klosterbereich. Will man ohne den üblichen Rummel von Händlern etc. die Anlage genießen, sollte man früh kommen: der Aufgang zum Felsen ist von o7 bis 17 Uhr geöffnet. Auf dem Weg zum "Einstieg" in den Felsen passiert man zahlreiche Höhlen, in denen Mönchen lebten:
die Kobra-Höhle, so genannt, weil ihr überhängender Felsen verblüffend einer aufgerichteten Schlange gleicht.

Kobra Höhle

Die Asana-Höhle mit einem Thron in der Mitte,
die Audienzhalle, deren Steinthron ebenso wie der Fußboden aus dem Felsen gehauen wurde und den Zisternenfels, eine Steinwanne

Audienzhalle

Über Stufen und eine eiserne Wendeltreppe gelangt man etwa auf halber Höhe der Westseite des Felsen auf einen schmalen Sims, der von überhängenden Felsen geschützt wird. Hier sind die weltbekannten Sigiriya-Fresken erhalten, das wichtigste Zeugnis alter singhalesischer Malkunst. Neben der Bewunderung für die erotischen Frauendarstellungen erstaunt vor allem, wie die Bilder in dem tropischen Klima annähernd 1500 Jahre überdauern konnten. Wie die Fachleute feststellten, war einst wohl ein Großteil der Westseite des Felsens bemalt. Es handelt sich strenggenommen nicht um Fresken, sondern um eine Tempera-Malerei mit einer witterungsfesten Grundsubstanz aus pflanzlichem Bindemittel und Öl, der die Farbpigmente beigemischt wurden, vorherrschend Gelb, Grün und Rot. Die Farben wurden dann auf den trockenen Putz aufgetragen. Nur unter dem schützenden Felsüberhang haben sie die Zeiten überdauert. Eine grundlegende Restaurierung erfolgte nach einem wohl politisch motivierten Anschlag auf die Bilder 1967.

Wolkenmädchen

Wen stellen sie dar, diese bis zur Hüfte von Wolken verhüllten weiblichen Figuren, deren durchsichtiges Obergewand die betont erotische Ausstrahlung noch unterstreicht? Einzeln oder in Zweiergruppen sind sie auf den Felsen gemalt, einige scheinen Blüten auf die Besucher zu streuen. Sind es Bildnisse von Prinzessinnen des Hofs von Kassapa, mit ihren Dienerinnen, die dem Kastenwesen entsprechend mit dunkler Hautfarbe dargestellt sind? Oder wollte der Usupator in Sigiriya ein irdisches Gegenstück zum himmlischen Paradies des Gottes Kuvera, den oft schöne Nymphen umgeben, auf dem Berg Kailash im Himalaja schaffen? Dafür spricht die Chronik, in der es heißt: "Sigiriya gleicht Alakamanda, der Paradiesstadt, und Kassapa lebt in ihr wie Gott Kuvera." Auch ihr Auftauchen aus den Wolken spricht dafür, daß es sich um himmlische Wesen (Apsara) handelt, vielleicht auch, wie der singhalesische Gelehrte Paranavitana interpretiert, um dunklere Wolkenmädchen (Meghalata) und hellere Gewitterprinzesinnen (Vijjukumari). In der Betonung der weiblichen Formen folgen die dargestellten Frauen dem indischen Schönheitsideal und lassen sich mit den Amaravati-Skulpturen (Südindien) vergleichen.
Graffiti aus dem 8. bis 12. Jahrhundert zeigt die 12 m unter den Fresken in Richtung Norden verlaufende "Spiegelgalerie". Es ist eine glänzend feinpolierte Mauer, in die Besucher jener Zeit ihre Kommentare ritzten.

ein Stück dieser Spiegelwand

Folgt man dem Steg nach Nordost um den Felsen, kommt man auf ein vorgelagertes Plateau, wo eine von monumentalen Löwenpranken eingeschlossene Treppe den Beginn des Aufstieges auf den obersten Felsen markiert.

Treppe mit Löwenpranke

Einst führte sie durch den Rachen des aus Backsteinen gemauerten Löwenkopfes. Ein wenig schwindelfrei sollte man sein, wenn man sich zwar gesicherten Leitern und Stiegen zum lohnenden Gipfelblick von großen Plateau aufmacht.

Stahltreppe und rechts die Stufen von früher

auf dem Plateau ein früheres Schwimmbad

Der Auf- und Abstieg dauerte ca. 3 Stunden. Es waren insgesamt 1200 Stufen zu bewältigen.

das ist die 1200te Stufe - geschafft

Sigririya

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unterwegs zum Mittagessen

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Polonnaruwa

Polonnaruwa

Die große singhalesische Haupt- und Königsstadt, Polonnaruwa, ist großflächig angelegt, und klar gegliedert. Klöster, Kultbezirk des Königs, wo die Zahnreliquie aufbewahrt wurde, und schlißlich der eigentliche Regierungsbezirk, das administrative Zentrum des Reichs, sind deutlich zu unterscheiden und einander zugeordnet. Weil jünger als in Anuradhapura sind viele Strukturen besser erhalten, Polonnaruwa erlebte seine Glanzzeit vom 11. bis zum 13. Jahrhundert. Die 200jährige Geschichte mit nur zwölf Königen ist ein überschaubarer Zeitraum, verglichen mit den 1400 Jahren und 123 Königen in Anuradhapura.
Doch Polonnaruwa ist nicht aus dem Nichts zur Hauptstadt aufgestiegen und wurde von den Königen nicht ohne gute Gründe zur Kapitale erklärt. Mindestens seit dem 6.Jahrhundert existierte in Polonnaruwa ein festes und bedeutendes Militärlager, war doch von hier der Mahaweli Ganga zu kontrollieren und ein schneller Zugriff auf die unruhige südliche Provinz Ruhuna möglich. Wahrscheinlich wurde in Polonnaruwa bereits um die Zeitenwende ein Stützpunkt eingerichtet. Als die südindischen Cholas im 11. Jahrhundert Anuradhapura und das singhalesische Reich eroberten, machten sie Polonnaruwa zu ihrer Hauptstadt, vorwiegend auch aus dem strategischen Grund, mehr im Zentrum der Insel zu sein; eine kurze Zeit nur, denn die singhalesische Rückeroberung unter König Vijaya Bahu war 1073 erfolgreich. Der König, dessen Name für Wiederaufbau vor allem der Bewässerungssysteme steht, behielt Polonnaruwa als Hauptstadt bei, wenn er auch noch in Anaradhapura residierte.
Unter der Regentschaft von Parakrama Bahu I. (1153 - 1186) entwickelte sich Polonnaruwa zu vorher im Singhalesenreich ungekannter Blüte. Aus seiner Zeit stammen die großartigsten noch erhaltenen Bauwerke. Auch sein Nachfolger Nissanka Mall betrieb noch eine emsige Bautätigkeit, doch sank der Stern Polonnaruwas bereits. Von dem Feldzug des indischen Kalinga-Reichs erholten sich die Singhalesen nicht mehr. Nach 1215 verlegte sich das Regierungszentrum in die südlichen Feuchtregionen. Polonnaruwa versank wie zuvor schon Anuradhapura im Grün des wuchernden Urwalds.
Nach der Wiederentdeckung im vergangenen Jahrhundert begann man um 1900 mit den Ausgrabungen. 1935 wurde die Ruinenstadt zur Besichtigung freigegeben.

Innerhalb der Stadtmauer

Die Anlage von Polonnaruwa gliedert sich in vier Komplexe, hinzu kommen einzelne verstreute Bauten. Den Kern bildet die von einer Steinmauer umfaßte eigentliche Stadt, die 100 000 Einwohner beherbergt haben soll. In ihrem Zentrum, wiederum von einer Mauer eingefaßt, liegen die Zitadelle mit dem Wohnbereich des Königs und der angrenzende heilige Bezirk mit dem Tempel der Zahnreliquie. In der Südwestecke der Zitadelle stehen die Reste des Palastes von Pakrama Bahu I.

Palast von Parakrama Bahu I.

Auf einer Grundfläche von 50 x 50 m erhob sich der Backsteinbau ,mit sieben Stockwerken und 100 Zimmern, alles andere überbietend an Pracht, wie die Chronik berichtet. Am Boden der Ruine kann man noch die 30 runden Fundamente erkennen, auf denen die Holzsäulen und Einfassungen ein buntes, prächtiges Bild abgegeben haben. Richtig ins Schwärmen aber gerät der Chronist der Chulavamsa, der "Kleinen Chronik", wenn er vom Schlafzimmer des Königs berichtet, seinen Perlen und Goldverzierungen, dem verführerischen Duft köstlicher Essenzen und der raffinierten Anordnung kleiner Glöckchen, die einen permanenten Klangteppich im Gemach erzeugten.

Gegenüber, in der Südostecke erhebt sich die Ratshalle des Königs.

Ratshalle des Königs

Die langgestreckte, offene Säulenhalle ruht auf einem dreistufigen Fundament, geschmückt mit umlaufenden Friesen voller Elefanten, Löwen und Gnomen.

Fries mit Elefanten

Die Treppe wird von zwei Makaras (Fabelwesen aus Elefant, Löwe und Krokodil) eingefaßt; oben thronen zwei Löwen: Reminiszenz an die Herkunft der Singhalesen. Über eine Treppe nach Osten gelangt man zum Bad des Königs, das über unterirdische Kanäle aus dem Parakrama Samudra gespeist wurde. Das Wasser sprudelte aus zwei Makara-Bögen ins Bassin, an dessen südlichem Ende ein Aufgang zum Badepavillon führte.

Bad des Königs

Der heilige Bezirk

Der prächtigste Bau der heiligen Terrasse, der Vatage, Höhepunkt der Entwicklung einer überdachten Dagoba in der singhalesischen Architektur. Ursprünglich von Parakrama Bahu I. als Tempel für die Zahnreliquie gestiftet, wurde der Tempel von seinem Nachfolger Nissanka Mall erneuert. Der Tempel steht auf zwei konzentrischen Plattformen, 36 bzw. 24 m im Durchmesser. Im Zentrum befindet sich die Dagoba.

Vatadage

Vatadage

Man betritt die erste Plattform von Norden durch einen kleinen Vorbau. Die innere Plattform ist an ihren vier Kardinalpunkten zu ersteigen. Sowohl der Aufgang zur ersten als auch die vier Zugänge zur zweiten Plattform führen über (zwei längliche) Mondsteine zwischen teils sehr gut erhaltenen Wächterstelen hindurch. Die gesamte innere Platgtform wird von umlaufenden Gnomen- und Löwenfriesen symbolisch getragen. An den vier Kardinalpunkten sitzen meditierende Buddha-Statuen, deren Umhang keinen Faltenwurf zeigt und deren sonst übliche Lockenpracht einem glatten Kopf gewichen ist, was die Statuen ernst und sachlich erscheinen läßt. Sowohl die Haare als auch der Faltenwurf waren vermutlich gemalt.
Den besonderen Charakter der Vatadage macht die Steinmauer zwischen dem ersten und zweiten von drei konzentrischen Säulenkreísen aus. Sie bildete gemeinsam mit dem in seiner Form heute nicht mehr vorstellbaren Dach eine schützende Hülle um den Kern des Tempels. Aufgefundene Tonscherben und Eisennägel legen die Vermutung nahe, daß es sich um ein ziegelgedecktes Holzdach gehandelt hat.

In der Südwestecke steht ein weiteres imposantes Gebäude: das Thuparama-Statuenhaus. Das recht gut erhaltene "Haus des Buddha-Bildnisses" ist ein Backsteinbau aus dem 12. Jahrhundert und verfügt als einziger alter Bau in Polonnaruwa über ein intaktes Dach, dessen Konstruktion zudem bemerkenswert ist.

Thuparama-Statuenhaus

Die Mauern das außen stark gegliederten Baus, der südindische Einflüsse aufweist, werden innen zur Decke hin immer stärker, bis sie sich schließlich kuppelartig schließen. Die Reste einer Buddha-Statue ebenso wie weitere Skulpturen, die außerhalb des Gebäudes ausgegraben und im Thuparama wirder aufgestellt wurden. unterstreichen die Funktion als buddhistischen Tempel.

Diagonal gegenüber in der Nordostecke des heiligen Bezirks steht ein siebengeschossiges, pyramidenartiges Gebäude, dessen Funktion unklar ist. Es trägt eindeutig Züge der Khmer-Architektur und ist wahrscheinlich von thailändischen Mönchen im 12. Jahrhundert errichtet worden, die in Lanka den orthodoxen Buddhismus studierten. Die Satrahal Prasada könnte auch südostasiatischen Söldnern des Königs als Kultstätte gedient haben.

Satrahal Prasada

Ein paar Schritte weiter südlich ruht auf kurzen Säulen ein 15 t schwerer, behauener Monolith: Galpata, das "Steinbuch". Nach dem alten Motto "Tue Gutes und sprich darüber" beinhaltet die längste Stein-Inschrift der Insel eine ausführliche Lobeshymne auf König Nissanka Malla und seine Werke. Der 8,25 x 1,37 x 0,55 m große Stein hat die Form von Palmblättern, wie sie in Ola-Büchern verwendet wurden. An einer Schmalseite sieht man Elefanten, die die Göttin des Reichtums, Lakshmi, mit Wasser überschütten. Die andere Schmalseite erzählt den Transport des Monolithen von Mihintale nach Polonnaruwa.

Galpata

Entlang der Straße nach Norden folgt ebenfalls westlich die größte Dagoba Polonnaruwas, die Rankot-Vihara oder Ruvanweli-Dagoba. Der etwa 50 m hohe Bau, dessen Kuppel einen Durchmesser von 56 m hat, wurde in den vergangenen Jahren restauriert. Begonnen von Rupavati, der Frau Parakrama Bahus, wurde die Dagoba von Nissanka Mall im 12. Jahrhundert vollendet. Beim Eingang im Osten ist ein Steintisch zu sehen, von wo aus der König die Arbeiten begutachtete. Eine Besonderheit ist die Ausschmückung des viereckigen Reliquienbehälters auf der Kuppel mit geöffneten Lotosblüten die für das Licht der Lehre Buddhas stehen. Die Spitze der Dagoba ist gut erhalten.

Rankot-Vihara

Über die Straße nach Norden betritt man das Areal des Felsentempels Gal-Vihara. Vielen gilt das Ensemble der vier aus einem Felsen geschlagenen Buddha-Statuen als schönster Ort auf der Insel; ohne Zweifel ist dies die Krone der singhalesischen Bildhauerkunst. Die parkartige Umgebung strahlt eine Harmonie und Ruhe aus, die von den herrlichen Skulpturen auszugehen scheint. der heutige Betrachter ist im Vorteil, kann doch der Blick frei über die Skulpturen schweifen, während sie im 12. Jahrhundert in ein das gesamte Ensemble überdachendes Statuenhaus einbezogen waren. Das mangelnde Licht auf den Buddhas mag ausgeglichen gewesen sein durch bunte Bemalung oder Vergoldung der Statuen. Die zwei sitzenden, die stehende und die liegende Figur sind annähernd vollplastisch aus dem Fels gearbeitet und nur am Boden fest mit ihm verbunden. Vom Süden kommend begegnet man zuerst der 5 m hohen Sitzstatue des meditierenden Buddha (Dhyana Mudra). Sein Lotosthron, ebenfalls plastisch aus dem Felsen gestaltet, ist mit Löwen und Blitzen verziert; die Felswand hinter der Statue zeigt den relefierten Heiligenschein, der das Haupt hinterfängt.

stehender Buddha - Gal-Vihara

Die ganze Gestaltungsweise - auch die ringsum in den kleinen Nischen stehenden Buddhas - deutet stark auf den Tantrismus hin, der im 12. Jahrhundert auf dem indischen Subkontinent von Bedeutung war.
Neben dieser ersten Statue sitzt in einer Felsengrotte, deren Säulen ebenfalls aus dem Fels gehauen sind, ein weiterer meditierender Buddha. Diesmal weisen die Götterdarstellungen, Vishnu (links) und Brahma (rechts)auf den indischen Einfluß hin.

sitzender Buddha

Der sich über dem liegenden, sterbenden Buddha abflachende Fels ließ zu des Meisters Füssen keine stehende Statue mehr zu. Bemerkenswert ist die künstlerische Ausführung der liegenden Figur. Wie der Kopf sanft das Steinkissen eindrückt und der Faltenwurf des Umhangs scheinbar federleicht aufliegt, das ist überaus lebendig und realitätsnah dargestellt.

liegender Buddha

Polonnaruwa

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unterwegs zum Hotel

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Cinnamon Hotel

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3. Tag - 05.04.2007

Route nach Anuradhapura

Fahrt nach Anuradhapura zur alten Königsstadt

09:00 Uhr bis 13:00 Uhr Besichtigung
anschließend Mittagessen

gegen 15:00 Uhr zurück im Hotel

von 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr hatten wir einen Elefantenritt

teilweise Regen


Morgenwäsche eines Arbeitselefanten

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Unterwegs nach Anuradhapura

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Anuradhapura

Anuradhapura

Mehr als 1000 Jahre war Anuradhapura Mittelpunkt und Hauptstadt der Insel: etwa 250 v.Cr. bis 1017. Was von ihr geblieben ist, läßt kaum mehr die weltliche, wohl aber die religiöse Bedeutung erkennen. Die Hauptstadt des Reichs war zugleich die buddhistische Metropole. Zur ewigen Lobpreisung Gautama Buddhas und seiner Lehre wurden Dagobas, Tempel und Klöster aus Stein erbaut, während Holz- und Lehmbauten für Herrscher und Bewohner genügten. Einzelnen Berufs- und Bevölkerungsgruppen waren bestimmte Straßen zugewiesen. Friedhöfe und Krankenhäuser wurden angelegt, Unterkünfte für Besucher anderer Religionen bereitgestellt. Deutlich getrennt von diesem weltlichen Teil entstanden im Lauf der Jahrhunderte auf dem über 50 qkm großen Areal verschiedene Klosterbezirke mit jeweils einer Dagoba als Zentrum sowie Schulen, Wohnhäusern und Badeeinrichtungen. Existenzgrundlage der alten Stadt waren ihre drei großen Tanks, die in der Reihenfolge Basawakkulama (um 430 v. Chr.), Tissa Wewa (um 230 v.Chr.) und Nuwara Wewa östlich der Stadt im 1. Jahrhundert v.Chr. angelegt wurden. Ihr Wasser bildete die Voraussetzung für den Reisanbau im Umland, der den Reichtum der Stadt begründete. In den mehrgeschossigen, oftmals unterkellerten Häusern der Stadt lebten mehrere tausend Einwohner.
Fast ein Jahrtausend lag Anuradhapura nach seiner Zerstörung 1017 durch die tamilischen Cholas vergessen und überwuchert im Dschungel. Zwar hatten die Könige des 12. Jahrhunderts von der neuen Hauptstadt Polonnaruwa aus noch einmal die kultisch bedeutsamsten Teile von Anuradhapura restauriert und neue Gebäude hinzugefügt; Bedeutung aber erlangte Anuradhapura nicht mehr, und erst um 1820 wurde die Stadt von einer privaten Expedition des britischen Beamten Ralph Backhaus "wiederentdeckt". Seine Berichte wurden erst weitere 50 Jahre später von offizieller Seite zur Kenntnis genommen und 1890 begannen unter dem britischen Archäologen H. D. P. Bell erste Ausgrabungen. In unserem Jahrhundert trugen ein aufkeimender singhalesischer Nationalismus, buddhistische Religiosität und die Entscheidung der Briten, in Anuradhapura ein Verwaltungszentrum aufzubauen, dazu bei, daß die Ruinen nicht wieder in Vergessenheit gerieten.
Neben dem alten Anaradhapura durch den Fluß Malwatu Oya getrennt, entstand die neue Stadt mit heute rund 50 000 Einwohnern.


Isurumuniya-Felsenkloster (Nr. 20 auf dem Plan)

Prinz Saliya und seine zukünftige Braut Ashokamala sind "Die Liebenden", die auf einem der schönsteb Reliefs in Anuradhapura dargestellt sind.

die Liebenden

Gegründet wurde das Kloster im 2. Jahrhundert v.Cr., seine Reliefs stammen hingegen aus der Spätzeit Anuradhapuras, wie die indischen Einflüsse der Gupta-Zeit zeigen. Die Anlage ist um zwei Felsen gruppiert. Beim Wiederaufbau Ende des letzten Jahrhunderts hat man sich allerdings kaum an alte Pläne gehalten. Die Dagoba auf der Felsspitze ebenso wie die in der Art von Comic Strips ausgemalte Höhle sind zeitgenössisch.

die Dagoba

Neben den beiden "Liebenden" sind die Reliefs von Elefanten beim Bad, eine Gottheit mit Pferdekopf, Zwerge und vogelleibige himmlische Musikanten vorhanden.

Elefanten beim Bade

Gottheit mit Pferdekopf

Isurumuniya-Felsenkloster

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Dakkhina-Dagoba (Nr. 18 auf dem Plan)

aus dem 2. Jahrhundert, sie könnte nach der Chronik und ihrer Datierung in ihrer Reliquienkammer die Asche von König Dutthagamani beherbergen.

Dakkhina-Dagoba

Erntedankfest in Anuradhapura

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Ruvanweli-Seya Dagoba (Nr. 7 auf dem Plan)

Nördlich erhebt sich strahlend weiß die Ruvanweli-Seya-Dagoba. Für den gläubigen Buddhisten ist sie die wichtigste Dagoba von Anauradhapura, bildete sie doch das Zentrum der reinen buddhistischen Lehre, des Theravada-Buddhismus. Angeblich ist in dieser Maha Thupa, der "Großen Dagoba", ein Bo-Baum eingemauert mit einem silbernen Stamm und goldenen Früchten. Zu Recht trägt sie den Namen "Große Dagoba", denn schon bei der Errichtung im 1. Jahrhundert v.Chr. war sie mehr als 90 m hoch.

Ruvanweli-Seya-Dagoba

Begonnen wurde der Bau von Dutthagamani, der aber während der Arbeiten todkrank wurde. Sein jüngerer Bruder Saddhatissa, der sie vollendete, ließ die Baulücken mit weißen Tüchern abdecken, um den Sterbenden den gewaltigen Eindruck des vollendeten Baus zu geben. Ursprünglich hatte die Dagoba eine Topfform, seit aber 1893 buddhistische Mönche die Restaurierung ohne Aufzeichnungen in Angriff nahmen, ist keine der traditionellen Formen einer Dagoba zu erkennen, und so ist ihre kunsthistorische Bedeutung beeinträchtigt.
In den 1950er Jahren vollendet, erreicht die Ruvanweli-Seya-Dagoba heute eine Höhe von 110 m bei einem Umfang von 283 m und steht auf einer quadratischen Plattform von 140 m Seitenlänge. Die gut 2,5 m hohe Plattform wird von 344 steinernen Elefanten symbolisch getragen, nur sechs von ihnen, links und rechts des westlichen Aufgangs, sind Originale des 8. Jahrhunderts, alle anderen waren nur als Fragmente erhalten und wurden nach 1945 restauriert.

344 Elefanten

Diese für eine Dagoba auf Sri Lanka einzigartige Bauweise geht auf indische Vorbilder zurück. Die Gesamtzahl der Elefanten wurde wohl erst im 12. Jahrhundert durch Parakrama Bahu erreicht. Man nimmt an, daß die Elefanten mit echten Stoßzähnen versehen waren. Auf der Spitze der Chattra, der gegliederten, konischen Spitze des Bauwerks, glänzt ein 60 cm großer Bergkristall im Licht: ein Geschenk burmesischer Buddhisten. Der Haupteingang zur Plattform befindet sich im Osten. An den vier Kardinalpunkten sind Altäre (Vahalkadas) aufgestellt, neben denen geopfert wird.

Altar

Ruvanweli-Seya-Dagoba

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Thuparama-Dagoba (Nr. 8 auf dem Plan)

Richtung Norden trifft man auf den ältesten Tempel der Stadt, die Thuparama-Dagoba. Dieses kleine Bauwerk ist der Überlieferung nach die älteste Dagoba des alten Lanka, entstanden wohl zur gleichen Zeit wie die Kantaka Cetiya in Mihintale, dem unweit von Anaradhapura gelegenen "Geburtsort" des Buddhismus auf der Insel. Als König Devanampiya Tissa sich dort zum Buddhismus bekannte, wurde ein Jünger des Missionars Mahinda zu Kaiser Ashoka im indischen Pataliputra gesandt mit der Bitte, Reliquien des großen Buddha zu schicken, um sie in eine Thupa (Pali für Stupa) einzumauern. Dieser Bitte wurde mit der Übersendung von fünf Reliquien entsprochen: das rechte Schlüsselbein, ein Halsknochen, ein Haar, eine Almosenschale und der Dalada, der heilige Zahn, der, ob echt oder nicht, heute in Kandy aufbewahrt wird. Wo die restlichen Reliquien heute sind ist nicht bekannt.

Thuparama-Dagoba

"Große Freuide herrschte, als diese Reliquien nach Anaradhapura gebracht und in einer feierlichen Zeremonie in einer Dagoba außerhalb der Stadtmauern niedergelegt wurden" berichtet die Chronik. Dabei handelt es sich um die ursprünglich in der Reishaufenform (Dhanyakara) erbaute Thuparama. Stark zerfallen, wurde sie im 7. Jahrhundert in Glockenform (Ghantakara) restauriert. Sie mißt knapp 18 m im Durchmesser. Eine Besonderheit ist die Überdachung, die die Dagoba im 7. Jahrhundert erhielt. Diese als Vatadage bekannte Bauform umfaßt vier Reihen achteckiger Säulen mit verzierten Kapitellen, die eine Holzkonstruktion trugen. Die jetzige Form des Thuparama stammt aus dem Jahr 1862, als sie zuletzt restauriert wurde. Die beiden gegenüberliegenden Aufgänge werden jeweils von vier Wächtersteinen eingefaßt.

Thuparama-Dagoba

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Abhayagiri-Dagoba (Nr. 12 auf dem Plan)

Die noch nicht fertig restaurierte Abhayagiri-Dagoba, mit ursprünglich 115 m Höhe ist die zweitgrößte Dagoba des Landes. Besondere Beachtung verdienen ihre wiederum an den Kardinalpunkten errichteten Altäre (Vahalkadas). Sie zeigen schon die ausgeprägte Reliefkunst des 2. Jahrhunderts, obwohl die Bauzeit der Dagoba noch ins 1. Jahrhundert v. Chr. fällt.

Abhayagiri-Dagoba

Abhayagiri-Dagoba

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Kuttam Pokuna (Nr. 10 auf dem Plan)

Östlich des Abhayagiri - Komplexes stößt man auf das Doppelbad der Mönche: Kuttam Pokuma. Die herrliche, in die Landschaft eingepaßte Anlage umfaßt zwei Becken von 42 x 17 und 30 x 17 m, 5-6-m tief. An den Stirnseiten der Becken führen, von halboffenen Lotosblüten flankiert die Freitreppen ins Wasser.

Kuttam Pokuna

Drei Bänke im Wasser bieten Bequemlichkeit. In das kleinere, nördliche Becken ist eine Nagaraya-Stele (Beschützerin des Wassers) eingelassen.

Kuttam Pokuna

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Jetavanarama Dagoba (Nr. 16 auf dem Plan)

Wenn die Ausmaße einer Dagoba Rückschlüsse erlauben auf die Bedeutung des dazugehörigen Klosters, kann gar kein Zweifel bestehen, wer im 3. Jahrhundert in Anaradhapura in religiösen Fragen bestimmend war.
Die Jetavanarama ist heute noch gewaltig, obwohl sie im Lauf der Jahrhunderte durch Verwitterung 50 m an Höhe eingebüßt hat: Die Ausgrabungsarbeiten der UNESCO zeigen eindrucksvoll die Dimensionen der Ende de 3. Jahrhunderts in 30 Jahren Bauzeit errichteten Dagoba. Sie ruht auf einer 9 m hohen und quadratischen Plattform mit 200 m Seitenlänge, die bis auf den gewachsenen Felsgrund reicht.

Jetavanarama-Dagoba

Die Archäologen sind voller Bewunderung für die Konstruktion, mußte doch das Grundwasser abgeleitet und ein exakt fixierter Mittelpunkt berechnet werden für den Bau mit einem Durchmesser von 125 m an seiner Basis, das aufgesetzte Viereck und die Spitze von einst insgesamt 122 m Höhe.

Jetavanarama-Dagoba

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Elefantenritt ins Hinterland von Habarana

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4. Tag - 06.04.2007

Route nach Kandy

Weiterreise nach Kandy

07:30 Uhr Abfahrt nach
Kandy

von 08:15 Uhr bis 09:45 Uhr Höhlentempel von
Dambulla

von 10:30 Uhr bis 12:25 Uhr im Kreutergarten in Matale

Mittagessen in Kandy
anschließend Sarees-Probe für die Damen und Besuch eines Schmuckladens

von 17:30 Uhr bis 18:30 Uhr Tanzvorführung von Sri Lankischer Folklore

19:00 Uhr Ankunft im
Hotel Citadell von Kandy




Dambulla

Das Städtchen Dambulla, auf halbem Wege zwischen Anuradhapura und Kandy, an der Abzweigung nach Habarane und Triconmalee, hat sich in den letzten zehn Jahren zu einem geschäftigen Marktflecken entwickelt, wo vor allem Gemüse für den zentralen Teil der Insel umgeschlagen wird. Ein gewisser Wohlstand ist erkennbar, Banken, Dienstleistungsbetriebe und Handwerker haben Geschäfte eröffnet. Dambulla ist ein gutes Beispiel für die positive Auswirkung des Mahaweli-Bewässrungsprojektes in diesem Teil der Insel. Rundherum boomt die Landwirtschaft, enstehen neue Gehöfte und Siedlungen.

Als erstes besuchten wir den "Goldenen Tempel".

der Goldene Tempel

Goldener Tempel von Dambulla

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Höhlentempel von Dambulla

Historisch bemerkenswert und für Besucher einen Halt wert sind die in den Felsenbuckeln hinter Dambulla gelegenen Höhlen mit einer umfangreichen Tempelanlage. Die Höhlenräume entstanden um 100 v.Cr., als König Valagama Bahu einer Tamileninvasion auswich und hier 70 km südlich von Anuradhapura 14 Jahre im Exil lebte. Er hinterließ einen bemerkenswerten Höhlenkomplex, dessen Ausgestaltung aber zumeist aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammt.
Es dauert schon 15 - 20 Minuten, bis man den 340 m hohen Felsen bestiegen hat und vor dem Eingang der Tempelanlage steht. Der Rundblick ist phantastisch: von den Bergen im Süden bis zum markant im Nordosten aufragenden Sigiriya-Felsen.

Blick vom Felsen in die Landschaft

vor den Eingängen zu den Höhlen

Die Anlage besteht aus fünf nebeneinander aufgereihten Höhlen, die durch einen vorgesetzten, galerieartigen Vorbau verbunden sind.
Die erste kleine Deveraja-lena (Götterkönigshöhle) ist mit einem liegneden Buddha annähernd ausgefüllt, während sein Lieblingsjünger Ananda sitzend dargestellt ist. Unter den weiteren Skulpturen befindet sich auch eine des Hindu-Gottes Vishnu. Die vermutlich 2000 Jahre alten Malereien sind heute weitgehend verblaßt.

liegender Buddha

Lieblingsjünger Ananda

Am eindrucksvollsten und größten ist die zweite Höhle, die Maharaja-lena (Höhle der großen Könige). Entlang der Wände sind Dutzende von Buddha-Statuen aus verschiedenen Epochen aufgereiht. Die linke Hälfte der 48 m langen und 15 m breiten Höhle beherrscht ein segnender Buddha. Das interessanteste aber ist die Malerei an der Höhlendecke. Zahlreiche Episoden aus dem Leben des Buddha sind dargestellt. In der rechten Höhlenecke erzählen die Bilder von der Verbreitung des Buddhismus auf der Insel. Hier wie in den anderen Höhlen haben die Malereien durch Feuchtigkeit und Rauch stark gelitten. Auch sie werden im Rahmen des UNESCO-Prokjekts restauriert.

ein segnender Buddha

Die dritte Höhle, Maha Alut Viharaya (Großer neuer Tempel) wurde von einem der letzten Kandy-Könige, Zirti Sri Raja Singha (1747 - 1780) begonnen, dessen Statue rechts in der Höhle steht. Die Decke ist mit Hunderten sitzenden Buddhas ausgeschmückt.

Buddhafiguren

Die kleinere vierte Höhle, Pachima-Viharaya (Westliche Höhle) wird von einer sitzenden Buddha-Statue und einer kleine Stupa, die vor nicht allzu langer Zeit von Grabräubern geöffnet wurde, ausgefüllt. Man hat fälschlich gemutmaßt, sie enthalte als Reliquie die Juwelen der Königin Somawathie, der Frau König Vattagamanis (1. Jahrhundert v. Chr.)

Höhle 4 mit Stupa

Die fünfte und letzte Höhle, Devana Alut Aiharaya (Zweiter neuer Tempel), ist neueren Datums und diente früher als Lagerraum. Neben dem liegenden Buddha fallen zahlreiche Figuren hinduistischer Gottheiten auf.
Höhlen und Kloster sind vor allem ein eindrucksvolles Dokument für die Lebendigkeit buddhistischer Religion und Kunst von der Frühzeit bis in die Gegenwart.

liegender Buddha

Höhlentempel von Dambulla

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Im Kräutergarten von Matale

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auf dem Weg nach Kandy

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Kandy

Die südlichste Spitze des Kulturdreiecks bildet Kandy. Schon die Einwohnerzahl von mehr als 150 000 weist darauf hin, daß es sich bei der Hochlandzentrale nicht um eine weitere historische Ruinenstadt handelt mit unbedeutenden modernen Städten wie Anuradhapura und Polonnaruwa, sondern um eine höchst lebendige Metropole. Kandy hat Geschichte und ist zugleich modern, Kandy schlägt die Brücke vom heutigen Sri Lanka zur Vergangenheit singhalesischer Dynastien.
Kandy ist vergleichweise jung. Als Polonnaruwa schon wieder im wuchernden Urwaldgrün verschwand, wurde Kandy unter dem Namen Senhadagala (nach einem Einsiedler) erstmals erwähnt, um dann gegen 1500 für 300 Jahre zur letzten singhalesischen Bastion zu werden, die den eropäischen Mächten trotzte. Die "Distrikte auf den Bergen" (kanda uda pasrata)heißt das Hochland um die Stadt, woraus sich ihr Name herleitet.
Wann immer die Rede auf Kandy kommt, wird seine Schönheit gelobt. Das betrifft zunächst die Lage in der klimatisch angenehmen Höhe von 500 m über dem Meeresspiegel, inmitten grüner Hügel, eingefaßt vom Urwaldfluß Mahaweli Ganga, dem "Großen Sandfluß", der mal träge und schlammig zwischen Palmenufern dahinfließt und dann wieder reißend durch Felsen und Steininseln bricht.
Der den Mittelpunkt der Stadt beherrschende See (Kandy Lake) wurde vom letzten König Sri Vikrama Raja Simha zu Beginn des 19. Jahrhunderts angelegt.
Der nördlich des Sees gelegene Zahntempel, der Dalada Maligava ist das Wahzeichen und das wichtigste Bauwerk der Stadt.

Kandy

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Es wurden folgende Tänze aufgeführt:

1. Muschel- und Trommelorchester
Traditionelle Begrüßung und Vorstellung der Trommler

2. Poya-Tanz
Ein traditioneller Tanz, bei dem um die Gnade der Götter gebeten wird

3. Thelme-Tanz
Ein Klassischer Tanz, der durch den Rhytmus und die Bewegungen beeindruckt. Er wird zur Ehre der Göttin Pattini vorgeführt

4. Pantheru-Tanz
Ein bei allen Volksfesten beliebter Tanz. Der Pantheru ist ein Messingring, der mit akrobatischen Tanzeinlagen vorgeführt wird.

5. Pfauen-Tanz
Tanz aus der Kandy-Vannam Tradition: es werden die Bewegungen des Pfau imitiert

6. Salupaliya-Tanz
Dieser Tanz stammt aus dem Süden des Landes und handelt von bösen Geistern

7. Raban-Tanz
Flache Trommeln (Raban) werden mit akrobatischer Leichtigkeit tänzerisch vorgeführt. Ein Tanz aus der Sabaragamuwa-Provinz (im Südwesten des Landes)

8. Kulu-Tanz
Traditioneller Erntetanz, der meist von den unverheirateten Jungfrauen des Dorfes vorgeführt wird, beinhaltet die Darstellung der Ernte, Wasserholen und Szenen des Alltagsleben

9. Ves-Tanz
Der traditionelle Tanz aus Kandy: in reich geschmückten Kostümen tanzen die männlichen Darsteller um die Gunst von Gott "Kohomba" zu erbeten. Dies ist der wohl berühmteste und schönste Tanz aus Kandy

10. Gruppen-Tanz
alle weiblichen und männlichen Tänzer kommen mit dem Orchester zur Abschlußzeremonie auf die Bühne

11. Feuer-Tanz

Feuerschlucken und Feuertanz: der Sage nach erinnert dieser Tanz an den Liebesbeweis von Rama & Sita: König Ravan hatte die indische Prinzessin Sita entführt und wurde von Ruma wieder befreit. Um ihre Unschuld zu beweisen, lief sie barfuß und unverletzt über glühende Kohlen. Die Tänzer stellen diesen Feuerlauf dar und erflehen den Segen der Götter

Kandy-Tanzgruppe "Dance Lanka"

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Hotel Cidatell in Kandy

5. Tag - 07.04.2007

-Kandyund Weiterfahrt nach Nuwara Eliya

08:45 Uhr Fahrt zum Zahntempel Dalada Maligawa

von 09:00 bis 11:00 Uhr Besichtigung


Der Zahntempel

Dalada Maligawa, der "Zahntempel", für die Buddhisten der Leitstern, geht schon auf das 16. Jahrhundert zurück. Überwältigend ist das spektakuläre Oktagon "Pathriruppuwa", das erst vom letzten König von Kandy zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaut wurde.
Dieser Kandy-König hat auch den schönen See in Kandy angelegt. Im Zahntempel finden täglich buddhistische Rituale statt, um die heilige Zahnreliquie zu verehren, von Trommlern und Flötenspielern ständig umrahmt. Ihre höchste Verehrung erfährt die Zahnreliquie auf der großen festlichen "Esala Dalada Perahera" , der alljährlich am Juli/August-Vollmond stattfindenden "Prozession des heiligen Zahnes".




Zahntempel und Kandy

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11:00 Uhr Fahrt nach Nuwara Eliya über den Ort Gampola

12:30 Uhr Unterwegs Besichtigung einer Teeplantage mit Teeproduktion und anschließendem Mittagessen bis ca. 15:15 Uhr



Teeplantagen

Teepflückerinnen bei der Arbeit

Teepflücker, Teeplantage etc.

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16:15 Uhr Ankunft in Nuwara Eliya auf 1890 m Höhe

bis 17:00 Uhr Spaziergang in Nuwara Eliya



auf dem Markt von Nuwara Eliya

Nuwara Eliya - Impressionen auf dem Markt

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17:30 Uhr Ankunft im Grand Hotel- einem Kolonialbau aus der englischen Zeit (Zimmer 522)



Grand Hotel in Nuwara Eliya

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6. Tag - 08.04.2007

Route von Nuwara Eliya nach Bentota Beach

Fahrt nach Bentota Beach

08:00 Uhr Abfahrt
Unsere Roue führte uns durch folgende Orte und Sehenswürdigkeiten:

1. Stopp am St. Claire Wasserfall ca. 5 km hinter dem Ort Talawakeli



St. Claire Wasserfall

Grand Hotel, Untwerwegs und St. Claire Wasserfall

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2. Stopp am Devon Wasserfall mit kurzer Teepause , als nächstes passiierten wir dem Kotagala



Devon Wasserfall

Devon Wasserfall und Teepause

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Weiterfahrt durch die Orte Yatiyantota, Karawanella, Avissawella, Kosgama
Mittagessen in Hanwella gegen 14:00 Uhr
Um 15:00 Uhr Weiterfahrt über Padukka, Horana, Kalurara Nord, Kalutara, Magonna, Beruwala,Alutgama
gegen 17:30 Uhr Ankunft im Hotel Bentota Beach (Zimmer Nr. 602)

Untertags bewölkt, sonnig, Abends Regen



hier wurde der Film "Die Brücke am Kwai" gedreht

Unterwegs und Pause am Drehort die Brücke am Kwai

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10:35 Uhr Stopp in Hatton mit Blick auf den Adams Peak einem Wallfahrtsberg.

Weiterfahrt durch die Orte Watawala mit Stopp in Kitulgala - dem Drehort des Filmes "Die Brücke am Kwai" - dort wollten wir Mittagessen, war aber leider nicht möglich in diesem Restaurant da gerade eine größere Hochzeitgesellschaft anwesend war.



Viehtrieb unterwegs

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7. Tag - 09.04.2007

Bentota Beach

Heute verbrachten wir den Tag mit einem ausgedehnten Strandspaziergang und im Liegestuhl. Nachmittags fuhren wir mit einem Tuk-Tuk in den Ort.
Vormittags: sonnig
Nachmittags: Regen
ca. 30°C



8. Tag - 10.04.2007

Bentota Beach

Um 10:00 Uhr hatten wir beide eine Kräuteröl-Ganzkörpermassage und ein wohltuendes Kräuterbad im Wellnessbereich des Hotels.
Anschließend machten wir nochmals einen kleine Bummel durch den Ort Alutgama.

16:00 Uhr Abfahrt nach Colombo zum Flughafen

19:30 Uhr Abendessen im Hotel Airport Garden

21:00 Uhr Check in im Flughafen Colombo



Bentota Beach

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9. Tag - 11.04.2007

00:30 Uhr Abflug con Colombo nach Frankfurt

07:00 Uhr Ankunft in Frankfurt

08:00 Uhr Fahrt mit dem Leihwagen von Sixt nach München

11:15 Uhr Ankunft zu Hause



Flugkilometer

von  nach  Kilometer 
Frankfurt   Peking    7900 
Peking  Xian    1050 
Xian  Shanghai    1237 
Shanghai  Guangzhou/Kanton    1196 
Hongkong  Manila    1146 
Bangkok  Siem Reap    349 
Siem Reap  Pnom Penh    235 
Colombo  Frankfurt    8060 
       
Gesamt      21173