Nach einem herrlichen Mittagessen im Freien in einem landestypischen Restaurant fuhren wir weiter zur Besichtigung von Pasargadae mit dem Grab von Kyros d. Gr.
Ende der Ausflüge gegen 16:30 Uhr
Im Jahre 555 v. Chr. besiegte der persische König Kyros, der späterhin "der Große" genannt wurde, die medischen Streitkräfte und legte damit den Grundstein. Die entsprechende Schlacht fand in der Nähe der Festung Pasargadae statt, und an dieser Stelle errichtete Kyros dann seine neue Hauptstadt. Pasargadae liegt im Morghab-Tal, durch das auch die Straße von Schiras nach Isfahan verläuft. Wegen seiner Bedeutung und der engen Beziehungen zu Persepolis, für das es in vielerlei Hinsicht als Vorbild gedient hat, soll hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Monumente gegeben werden.
lAGEPLAN VON PASARGADAE
Plan von Pasargadae (nach D. Stronach)
Das Grab Kyros d. Gr. (559 - 530 v. Chr.)
Heutzutage läuft eine Baumallee genau auf das Grab von Kyros zu. Es ist ein freistehendes, sehr massives Steingebäude.
DAS GRAB KYROS D.GR.
Das Grabmal des Kyros d. Gr. in Pasargadae
Sechs nach oben kleiner werdende Stufen führen zu der eigentlichen Grabkammer hinauf, von denen die unterste 1,65 m hoch ist. Die ursprüngliche Gesamthöhe des Bauwerks muß etwa 11,10 m gewqesen sein. Die Grabkammer hat die Form eines Hauses mit Satteldach (mit den Maßen 6,40 m mal 5,35 m). Der Innenraum ist 3,17 m lang, Breite und Höhe brtragen 2,11 m. In dieser Kammer wird der Sarkophag des Königs Kyros gestanden haben, der nach Berichten griechischer Schriftsteller aus Hold gewesen sein soll. Möglich wäre, daß e ssich um einen vergoldeten Bronzesarg gehandelt hat. Über der Kammer gibt es noch einen großen Hohlraum unter dem Dach, der aber wohl nur aus statischen Gründen dort belassen worden ist.
Für diesen Bau, der trotz seiner Schlichtheit sehr beeindruckend ist, gibt es keinerlei Vorbilder. Vielleicht hat Kyros ähnliche Gräber auf seinem Feldzug gegen den berühmten und sagenhaft reichen König Kroisos in Lydien im westlichen Kleinasien gesehen. Doch hätte es sich dabei um ein im Bau befindliches Beispiel handeln müssen, denn die Lyder bedeckten ihre fertigen Grabkammern mit hohen Erdhügeln. Der Gedanke, eine solche Steinkammer auf einen hohen Sockel zu heben und frei sichtbar aufzustellen, ist vielleicht auf Kyros selbst zurückzuführen.
GRABMAL VON KYROS D. GR.
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Das Tor mit Relief (Tor R)
Die Gebäude in der Ebene von Pasargadae sind nach einem großzügigen Plan angelegt worden.
In einem ausgedehnten Palastbereich finden sich zwei Paläste, Pavillons, Gärten und Bewässerungskanäle. Der Zugang zu diesem Areal führt durch ein rechteckiges Torgebäude (28,50m mal 25,50 m). In seinem Innern stützen zwei Reihen mit je vier Säulen das Dach. Betont waren der Süd-Ost-Eingang und der ihm genau gegenüberliegende im Nord-Westen. Sie waren größer als die anderen und aus dunklen Steinen errichtet. Große Steinskulpturen bewachten die Türen. Von diesen haben sich nur winzige Reste während der Ausgrabungen gefunden, die zudem später verlorengegegangen sind. Doch konnte man erkennen, daß die Maße denen vom Tor aller Länder in Persepolis etwa entsprochen haben müssen, diese also möglicherweise nach dem Vorbild in Pasargadae gebaut worden ist.
Zwei wesentlich kleinere Türen aus weißem Stein lagen in der Mitte der Längswände. Von ihnen ist nur ein Türgewände der nord-östlichen Tür erhalten. Es ist mit der berühmt gewordnenen Darstellung einer Figur mit vier Flügeln geschmückt, die sich zum Inneren des Gebäudes hinwendet.
FIGUR MIT VIER FLÜGELN
Ein geflügelter Genius mit ägyptisierender Krone bewacht den Zugang zum Tor R in Pasargadae
Die bärtige Figur trägt ein langes Gewand mit Fransen und einer Rosettenborte. Mit einem vergleichbaren Kleid sind auf assyrischen Reliefs des öfteren elamische Prinzen wiedergegeben. Auf dem Kopf trägt die Figur eine eindrucksvolle ägyptische Krone, die auf einer eng sitzenden Kappe befestigt ist. Die Bedeutung dieser Figur ist heftig umstritten. Einige Wissenschaftler haben vorgeschlagen, daß es sich hierbei um ein Bild des Kyros handele, denn ursprünglich befand sich über dem Relief eine Inschrift: Ich, Kyros, der König, ein Achämenide. Sie wird aber erst von Dareios hinzugefügt worden sein und ist seit über 100 Jahren verschwunden. Am wahrscheinlichsten ist, daß es sich bei dem Relief um die Abbildung eines Genius handelt, wie er in der assyrischen Kunst als Beschützer von Gebäuden weit verbreitet war. In diesem Fall ist er mit Attributen versehen worden, die auf die verschiedenen Regionen des persischen reiches hinweisen.
Der Palast S
Der Buchstabe S steht für "Säule", bedeutet also "Palast mit der Säule", weil nur eine einzige Säule aufrecht erhalten geblieben ist. Sie gehört zu der zentralen Halle (32,35 m mal 22,14 m), in der einstmals zwei Reihen mit je vier Säulen das Dach trugen.
DER PALAST S
Die einzige noch aufrecht stehende Säule vom Palast Kyros d. Gr. in Pasargadae. Hier sind zum erstenmal steinerne Säulen im Iran zu finden. Sie sind von griechischen Handwerkern aus Kleinasien gefertigt worden
Die schlanke weiße Steinsäule (etwa 13,10 m hoch) steht auf einer abgetreppten qaudratischen Plinthe und einem runden Torus, die zusammen aus einem schwarzen Steinblock gearbeitet sind.
DIE WEISSE STEINSÄULE
Von den Kapitellen sind nur geringe Fragmente gefunden worden. Sie lassen sich zu vier verschiedenen Arten ergänzen: Zum einen gab es dort gehörnte und mit einem Kamm versehene Löwen, vermutlich Löwengreifen, vergleichbar denen der Kapitelle in der Ost-Portikus des Apadana in Persepolis, außerdem Löwen, Stiere und Pferde. Dieses ist das einzige Beispiel dafür, daß Pferde-Vorderkörper als Kapitelle verwendet worden sind. Auch alle diese Kapitelle waren aus schwarzem Stein. Die weißen Säulen standen also auf schwarzen Basen un trugen schwarze Kapitelle. Dieser bewußte Einsatz von weißem und schwarzem Stein findet sich bei dem gesamten Gebäude. Vier Türen aus schwarzem Stein in der Mitte einer jeden Wand führten in die Portiken, die das Gebäude auf allen vier Seiten umgaben. In den Türgewänden waren Reliefs angebracht. Von ihnen haben sich nur die untersten Teile erhalten, am besten in der Nord-West- und der Süd-Ost-Tür. Dort erkennt man jeweils die Füße einer menschlichen Figur, der ein Monster folgt. Vorbilder waren offensichtlich assyrische Reliefs, mit deren Hilfe die Darstellungen gut zu rekonstruieren sind. In der Nord-West-Tür wird es sich um einen Krieger mit kutrzem Gewand und Hörnerkappe gehandelt haben, dem ein Löwendämon mit einem Dolch in der einen und einer Keule in der anderen Hand folgte. Die Gewänder der Süd-Ost-Tür zeigten einen Genius mit Fischgewand, hinter dem sich ein aufrecht stehender Stier befand, der eine Standarte mit einer Scheibe am oberen Ende hielt.
GEWÄNDER DER SÜD-OST-TÜR
Wie bei dem Torgebäude wurden auch die Zugänge zum Palast des Kyros von Genien bewacht, die der assyrischen Kunst entstammen. Obwohl sie hier nur in ihren unteren Teilen erhalten sind, kann man sie nach Bildern in Assyrien ergänzen. Die Süd-Ost-Tür zeigte einen Genius im Fischgewand und hinter ihm einen aufgerichteten Stier, der eine Standarte hielt
Beide Seiten der Türgewände entsprachen sich spiegelbildlich, und alle Figuren blickten in Richtung auf die zentrale Halle. Hier findet sich also bereits die Art der Anbringung der Reliefs, wie wir sie beispielsweise im Dareios-Palast in Persepolis finden, doch sind dort ganz andere, neue und typisch persische Motive verwendet worden.
Von den acht Eckpilastern, die einst die Portiken seitlich begrenzten, ist nur einer der Süd-Ost-Portikus bis zu einer solchen Höhe erhalten, daß sich die Inschrift in seinem oberen Teil bewahrt hat. Dort steht wiederum: Ich, Kyros, der König, ein Achämenide. Auch diese Inschrift wird von Dareios hinzugefügt worden sein, der seine Herrschaft legitimieren wollte, indem er darauf hinwies, daß Kyros aus derselben Familie stammte wie er selbst. Von Kyros selbst kann die Inschrift keinesfalls stammen, da es zu seiner Zeit noch gar keine persische Keilschrift gab.
Die Portiken haben verschiedene Größen, die längste, die die gesamte Breite des Baues einnahm, lag im Süd-Osten und war auf die Gartenanlagen hin ausgerichtet. Die Portiken waren nicht einmal halb so hoch wie das Gebäude.
GRÜNANLAGEN
Die beiden Paläste in Pasargadae lagen inmitten weiter Grünanlagen, durch die Wasserkanäle flossen
Dieses ist ein entscheidender Unterschied im Vergleich zu den Gebäuden in Persepolis.
Mehr als 300 m vom Palast S entfernt liegt der Palast P.
PALAST P
Palast P in Pasargadae wurde vermutlich von Kyros d. Gr. begonnen und von Dareios d. Gr. vollendet. Die Steinsäulen mit den schön gearbeiteten Tori enden auffälligerweise alle in derselben Höhe. Wahrscheinlicxh waren ihre oberen Teile nur aus Holz gefertigt.
Der Buchstabe P bezeichnet den "Palast mit Pfeiler", da nur ein einziger Pfeiler von dem gesamten Bau noch aufrecht stand, als die Ausgrabungen vor nahezu 70 Jahren begannen. Dieser Pfeiler zeigt dieselbe Inschrift wie der vom Palast S.
Der Plan des Gebäudes besteht aus einer zentralen Halle (31,10 m mal 22,10 m) mit fünf Reiehnm von je sechs Säulen. Die weißen Steinsäulen stehen auf sehr fein ausgearbeiteten Tori mit horizontalen Kanneluren. Überrschand ist, daß alle Säulen bis zur gleiche Höhe erhalten sind und auch keine weiteren Säulentrommeln gefunden hat. Es scheint also, daß die Säulen niemals in Stein vollendet worden sind. Man hat stattdessen Fragmente von Verputz gefiunden, die Muster in leuchtenden Farben zeigen. Sie erinnern an die Reste der Holzsäulen im Schatzhaus in Persepolis. Zusätzlich stützten fünf Lehmziegelpfeiler an jeder Schmalseite der Halle das Dach. Eine lange Portikus (72,50 m lang, 9,35 m tief) mit zwei Reihen von je 20 Säulen ist zum Garten hin ausgerichtet. Entlang der Wände läuft eine weiße Steinbank, die oben mit schwarzen Steinplatten bedeckt war.
STEINBANK
An den Wänden der langen Portikus von Palast P läuft eine Steinbank entlang. Die Eintiefungen auf der Oberseite zeigen, daß sie mit Steinplatten abgedeckt war. Diese wurden vermutlich aus dunklem Stein gewesen sein, da wir diesen Kontrast ja immer wieder bei den bauten des Kyros finden. In der Mitte ist ein Sitz mit Fußbank hervorgehoben. Auf ihm wird der König gethront haben
Im Mittelpunkt der Langseite ragt ein großer Steinblock nach oben und nach vorn aus dem Verlauf der Bank heraus. Dieses war vielleicht der Platz, an dem der Thron des Königs aufgestellt werden konnte. Ein niedriger Steinblock, den man davor gefunden hat, könnte der Fußbank als Auflager gedient haben.
Da die Mitte der Wand von diesem zentralen Sitz eingenommen wird, ist die Tür, die von der Portikus in die Haupthalle führt, zur Seite verschoben worden, desgleichen ihr Gegenstück auf der gegenüberliegenden Raumseite. Die Türgewände waren mit Reliefs geschmückt, die aber nur in Resten erhalten sind.
TÜRGEWÄNDE
Die Reliefs der Türgewände des Palastes P trugen eine ähnliche Darstellung, wie sie im Dareios-Palast in Persepolis zu sehen sind: der König, gefolgt von Dienern. Leider haben sich nur Fragmente erhalten. Deutlich wird aber, daß die Gewänder hier bereits ein Aussehen haben, wie es für die achämenidische Kunst unter Dareios d. Gr. und dann auch allen seinen Nachfolgern typisch werden sollte.
Sie alle zeigen den König, dem ein Diener folgt, wie er das Gebäude verläßt. Sein Gewand war reich mit Metall- , vermutlich Goldornamenten geschmückt. Eine dreisprachige Inschrift in Altpersisch, Elamisch und Babylonisch steht auf den Falten: Kyros, der Großkönig, ein Achämenide. Diese Reliefs erinnern schon sehr an die in dem Palast des Dareios in Persepolis. Es hat den Anschein, daß dieser Palast von Kyros lediglich begonnen und dann von Dareios vollendet worden ist.
Der "Zendan"
Am nördlichen Rand des Palastbezirkes stehen die Reste eines Steinturmes, der von den Einheimischen "Zendan-e Suleiman", "Gefängnis des Salomon", genannt wird.
ZENDAM-E SULEIMAN
Von dem als "Gefängnis des Salomon" bezeichneten Turm in Pasargadae steht heute nur noch eine Seite aufrecht, und auch diese muß durch eine starkes Metallgerüst gestützt werden.
Dieses war das Vorbild für die "Ka'baye Zardosht" in Naqsh-e Rosatm. Da jene besser erhalten ist, siehe dort die Beschreibung und die Überlegungen zur Funktion.
Der "Tall-e Takht" (Festung)
Während Paläste und Gärten in der Ebene liegen. erhebt sich ein anderer Teil der Hauptstadt des Kyros auf einem steilen Hügel, den die Einheimischen "Takht-e Madar-e Suleiman" "Thorn der Mutter des Salomon" oder einfach "Tall-e Takht", "Thron-Hügel" nennen. Nac h seinem Ausbau diente der Hügel jahrhundertelang als Verteidigungsanlage. Kyros hatte im Westen eine großartige Mauer als Substruktion für eine ausgedehnte Plattfrom errichten lassen. Noch heute beeindruckt die Schönheit der Steinmetzarbeit.
DER HÜGEL DES "THALL-E TAKHT"
Der Hügel des "Tall-e Takht" ist von Kyros erweitert und mit einer großartigen Stützmauer versehen worden. Daran müssen griechische Steinmetze gearbeitet haben, wie die Art der Bearbeitung der Steine, Spuren der Werkzeuge und über 70 Steinmetzzeichen zeigen
Es war der erste Bau dieser Art im gesamten Vorderen Orient und ist vermutlich von griechischen Steinmetzen ausgeführt worden. Mehr als 78 Steinmetzzeichen erinnern noch an die Arbeiter, die einst die Blöcke zurecht geschlagen haben. Eine innere Mauer aus rohen Sandsteinblöcken ist mit ganz exakt gearbeiteten Steinquadern verkleidet worden, die ohne jeden Mörtel zusammengefügt sind. Einige der horizontalen Lagen sind durch Eisenklammern gesichert. Dieses war der Grund für Plünderer späterer Zeiten, auf der Suche nach dem begehrten Material größe Löcher in die Steine zu schlagen und somit die Fassade stark zu beschädigen.
Im Norden führt eine Treppe auf die Plattform hinauf, die zeigt, daß die Terrasse zur Zeit ihrer Errichtung nicht befestigt gewesen sein wird. Eine zweite Treppe in einiger Entfernung von der ersten ist niemals fertiggestellt worden. Von den Gebäuden, die einst auf der Plattform gestanden haben, ist nichts erhalten geblieben. Man könnte sich aber vorstellen, daß dort die Verwaltung in der frühen Zeit des persischen Großreiches ihren Sitz hatte.
Der Heilige Bezirk
Der Heilige Bereich liegt etwas abseits in der Nordwest-Ecke von Pasargadae, doch kann man von dort direkt auf das Grab des Kyros in der Ferne blicken. Heutzutage sieht man nur zwei große weiße Steinbasen, die auf feste Fundamente gesetzt sind.
STEINBASEN
Auf einer weiten, von einer niedrigen Steinmauer eingefaßten Fläche stehen recht einsam zwei Steinsockel. Sie sind aber sehr wichtig, da wir hier das Original zu einer Anlage vor uns haben, wie sie auf den Achämeniden-Gräbern abgebildet wird. Auf den Sockel mit der angefügten Treppe konnte der König hinaufsteigen, während auf dem zweiten ein Feueraltar gestanden haben dürfte. Die Zeremonie fand unter freiem Himmel statt, der Betende war der Gottheit nahe, ohne daß störende Gebäude sich zwischen sie gestellt haben.
An die eine (2,16 m hoch und an der Basis 2,43 m im Quadrat) ist ein Block mit Stufen angeschoben. Um beide herum waren einstmals auf Hochglanz polierte Steinplatten verlegt, die an den Ecken vorspringen. Eine zweite Basis (2,10 m hoch, 2,80 m im Quadrat) steht in einiger Entfernung nach Norden hin. Darauf könnte ein Feueraltar gestanden haben. Fragmente von gestuften Altären, einer von ihnen mit einer eingetieften Feuerschale, sind in Pasargadae verstreut gefunden worden. Hier gab es offenbar eine Anlage, wie sie auf den Gräbern der Achämeniden-Könige abgebildet ist. Der König konnte mit Hilfe der Stufen auf die eine Basis hinaufsteigen. Die an den Ecken hinausragenden Bodenplatten dienten vielleicht als Auflager für die Pfosten eines Baldachins. Der Altar mit dem Feuer stand dann in einiger Entfernung vor ihm auf der zweiten Basis. Es gibt keinerlei Reste eines Gebäudes. Das bedeutet, daß in früh-achämenidischer Zeit das Feuer für eine Zeremonie jeweils neu entzündet werden mußte.
Diese Basen und ein weiterer freier Raum um sie herum waren rechteckig von einer Trockensteinmauer eingefaßt, die am Fuße eines Hügels endet. Auf ihm waren durch steinerne Stützmauern fünf abgetreppte Terrassen geschaffen worden. An der Spitze lag eine sorgfältig gebaute Lehmziegel-Plattform (15 m mal 20 m), während die dritte Plattform - und ursprünglich vielleicht auch die anderen - mit Steinen gepflastert war. Es ist nicht klar, ob diese Plattformen für die Besucher errichtet worden sind, die aus der Ferne die religiösen Handlungen verfolgen konnten, oder ob hier weitere Zeremonien stattfanden.
Zum Abschluß des Tages gab es ein Abendessen in einem landestypischen Restaurant mit Live-Musik in Shiraz.
Die Temperaturen lagen in der früh bei ca. 19°C, gegen Mittag dann um die 33°C, bei herrlichem Wetter
PASARGADAE
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