TS MAXIM GORKI IM HAFEN VON SHARM EL-SHEIK
ANKUNFT IN SHARM EL-SHEIK
07:00 Uhr Ankunft der TS MAXIM GORGI im Hafen von Sharm el-Sheikh/Ägypten [6 KB]
Wegen eines Brechdurchfalls in der Nacht vor der Überlandtour konnte Sigrid die Tour nicht mitmachen. Stattdessen erlebte Sie die Durchfahrt durch den Suezkanal.
07:50 Uhr Start der Überlandtour mit der Abfahrt zum Katharinenkloster (215 €/pro Person)
FAHRTROUTE VON SHARM EL-SHEIK Z. KATHARINENKLOSTER
ABFAHRT ZUM KATHARINENKLOSTER
09:55 Uhr Fotostopp am Wadi Gazalla
FOTOSTOPP AM WADI GAZZALLA
UNTERWEGS ZUM KATHARINENKLOSTER
11:00 Uhr bis 12:00 Uhr Besichtigung des Katharinenklosters
Die nachfolgenden Auszüge sind aus dem Buch "Katharinen-Kloster" von Published by St. Catherine's Monastery at Sinai - E. Tzaferi S.A.
Der Sinaiund die Heilige Katharina
Der Sinai wurde breiter bekannt, vor allem in Europa, mit der Verbreitung des Rufs und der Verehrung der Heiligen Katharina. Eine bedeutende Rolle nahm dabei Symeon Metaphrastesein, der im 10. Jahrhundert eine Schrift über "das Martyrium der Heiligen Katharina, der siegreichen Märtyrerin in Christo" verfasste und nachdrücklich für die Überlieferung des Lebens der Heiligen unter den breiteren Schichten der Gläubigen sorgte.
Die weise Jungfrau hatte in den heidnischen Schulen ihrer Zeit Philosophie, Rhetorik, Dichtung, Musik, Physik, Mathematik, Astronomie und Medizin studiert. Ihre Schönheit, ihre für diese Zeit überraschende Bildung, ihre aristokratische Abstammung und ihre Gesittung hinderten sie nicht daran, den "Bräutigam der Seelen", Jesus Chrsitus kennenzulernen und sich taufen zu lassen.
Während der Christenverfolgung unter Kaiser Maximuszu Beginn des 4. Jahrhunderts griff die Heilige den Kaiser öffentlich wegen der Opferhandlungen vor Götzenbildern an und bekannte sich furchtlos zum Glauben an Christus. Der Kaiser wollte sie von ihrem Glauben abbringen und erteilte den Befehl, daß fünfzig Gelehrte mit ihr diskutieren und ihre christlichen Argumente widerlegen sollten. Ihre Versuche jedoch scheiterten, und viele der weisen Männer, selbst aus dem engen Kreis des Kaisers, ließen sich durch Katharina zum Glauben an Christus bekehren. Als nun der Kaiser keine gütliche Verständigung erzielen konnte und seine Versuche sich als nutzlos erwiesen, griff er zum Mittel der Folter. Er ließ Räder anfertigen, an denen Nägel und spitze Messer befestigt wurden, und die Jungfrau an diese Räder binden. Trotz des schrecklichen Martyriums blieb die Heilige am Leben und hielt an ihrem Glauben fest, und zum Schluß wurde sie von einem Soldaten geköpft. Sofort erhoben Engel ihren unbescholtenen Leib und legten ihn auf dem Gipfel des Berges Sinai nieder.
Im Westen des Reiches begannen die Persönlichkeit, das Martyrium und das Verhältnis der Heiligen Katharina zum Berg Sinai bekanntzuwerden, als Symeon Pentaglossos Reliquien der Heiligen nach Rouen und Treves in Frankreich überführte. Ihr Ruf verbreitete sich mit großer Geschwindigkeit über ganz Europa, und das Sinai-Kloster wurde bekannt als Kloster der Heiligen Katharina. Gleichzeitig begann man reiche Gaben auf den Sinai zu schicken und europäische Staaten machten Schenkungen, sowohl Gebäude als auch Ländereien. Keine Heilige war in Europa so beliebt wie die Heilige Katharina. Große Meister des Pinsels wie Fra Angelico, Corregio, Rubens, Tizian,Murillostellten heldenhafte oder tragische Szenen aus den Kämpfen der Heiligen um ihres Glaubens willen und aus ihrem Martyrium dar.
Aber auch im Osten verbreitete sich der Kult um die Ikonographie der Heiligen Katharina. Sie wird mit einer Krone und königlichem Gewand dargestellt, umgeben von Gegenständen, die auf ihre gelehrten Studien hinweisen, wie Schreibgriffel, Globus, Bücher, und dem Werkzeug ihres Martyriums, dem Rad. Zusätzlich bilden die byzantinischen Maler den Berg Sinai, den Horeb und den Berg der Heiligen Katharina ab.
Viele Ikonen der Heiligen existieren bis heute im Kloster, und häufig umgibt man sie mit kleinen Ikonen aus ihrem Leben und von ihrem Märtyrertod.
Früh schon wurde ein Marmorsarkophag hergestellt, in dem die sterblichen Überreste der Heiligen beigesetzt wurden. Diesen Sarkophag erwähnt eine Reisebeschreibung aus dem Jahr 1231. In der Neuzeit, im Jahre 1688 wurde der alte Marmorsarkophag durch einen silbernen ersetzt, ein Geschenk der russischen Zaren, wie Inschriften in russischer Sprache zeigen. Aber ihre sterblichen Überreste blieben in dem alten Reliquiar.
So gibt seit postbyzantinischer Zeit bis ins 20. Jahrhundert hinein das Sinai-Kloster seinen Niederlassungen in aller Welt den Namen der Heiligen Katharina. Die größte Wirkung und Ausstrahlung hatte die sinaitische Schule der heiligen Katharina in Herakleion auf Kreta, die eine Menge wichtiger Persönlichkeiten der Kirche, der Schönen Künste und der Wissenschaften besuchte.
Die Gebäude ds Klosters
Außer der ursprünglichen Basilika müssen noch neun Kapellen erwähnt werden: die Kapelle des heiligen Dornbuschs, des Heiligen Jakobus, der auf dem Sinai und in Raitho getöteten Gläubigen, der Heiligen Marina, der Heiligen Konstaninos und Helena, des Heiligen Antipas, der Heiligen Kosmas und Damianos, des Heiligen Symeon Stylites,der Heiligen Anna. Weitere zwölf Kapellen sind innerhalb der Klostermauern verstreut.
Die bedeutendste von allen, die Kapelle des brennenden Dornbuschs, befindet sich hinter der Apsis der Basilika. Die Pilgerin vom Ende des 4. Jahrhunderts, Aitheria,hinterließ uns eine knappe Beschreibung des Ortes und der Kirche. Wir mußten bis in die Tiefe der Schlucht vordringen, weil sich dort viele Zellen von Einsiedlern und eine Kirche an der Stelle des Dornbuschs befinden. Dieser Dornbusch wächst bis heute. Es ist der Busch, den ich weiter oben schon erwähnte, und durch den Gott im Feuer zu Moses sprach. Der Busch befindet sich in einem sehr schönen Garten vor der Kirche.
DER DORNBUSCH
Der Gläubige betritt die Kapelle, nachdem er sich die Schuhe ausgezogen hat, im Gedenken an Gottes Befehl an Moses:" Zieh deine Schuhe aus von deinen Füßen..." Die Kapelle ist der Verkündigung der Muttergottes geweiht. Der Bildtypus der "Muttergottes im Dornbusch" stellt die Mutter Christi dar, wie sie ihren Sohn in den Armen hält und inmitten eines brennenden Dornbuschs sitzt, während zur Linken Moses, ohne Sandalen an den Füßen, sie anbetet. Die Apsis der Kapelle ziert ein Mosaik des 10. Jahrhunderts mit der Darstellung des Kreuzes. Die Heilige Messe wird jeden Samstag gelesen.
Der heutige Glockenturm wurde 1871 vom Schatzmeister des Klosters, Gregorios, errichtet. Die neun Glocken sind ein Geschenk der russichen Zaren. Die Glocken werden zur Heiligen Messe am Sonntag und an Festtagen geläutet, während zur Vesper und der Frühmesse das Stundenholz geschlagen wird, das unter dem Namen "Talanton" bekannt ist.
DER GLOCKENTURM
Das alte Refektorium (Palaia Trapeza) ist eine rechteckige Halle mit gotischen Spitzbögen, auf denen in Reliefarbeit fränkische Inschriften und Wappen angebracht sind. In der Kuppel ist eine Wandmalerei des 16. Jahrhunderts mit dem Thema "Abrahams Gastfreundschaft" erhalten, wo die dre Engel die Heilige Dreifaltigkeit symbolisieren, und über die ganze Wand erstreckt sich in monumentaler Darstellung das Jüngste Gericht. Im Zentrum der Halle ist ein schmaler, langer Tisch mit Schnitzereien erhalten, der in Kerkyra im 17. Jahrhundert gefertigt wurde.
Die Pinakothek beherbergt einen kleinen, aber ausgesuchten Teil der riesigen Ikonensammlung. Von den etwa 2000 Ikonen, die das unschätzbare geistige Erbe aus 15 Jahrhunderten darstellen, wurden 90 Stücke von einzigartiger künstlerischem Wert ausgesucht und in der Pinakothek im Narthex der Basilika ausgestellt, wo historisch und stilistisch sämtliche Schulen und Strömungen byzantinischer Kunst vertreten sind. Es finden sich dort Ikonen vom 6. bis 10. Jahrhundert, in Wachsschmelztechnik gearbeitet, griechische, georgische, syrische, koptische, byzantinische Ikonen des 11. bis 15. Jahrhunderts, charakteristische Stücke der kretischen Schule des 16. Jahrhunderts und der folgenden, postbyzantinischen Jahrhunderte.
Die Bibliothek wird für eine der größten und bedeutendsten Bibliotheken der Welt gehalten. Ihren Reichtum machen vor allem die 3000 Handschriften aus, die in ihrer großen Mehrzahl in griechischer Sprache verfasst sind, andere in arabischer, syrischer, ägyptischer oder einer slawischen Sprache usw. Bekannt ist das Abenteuer der wertvollsten Handschrift auf der ganzen Welt, des Codex Sinaiticus, der den griechischen Text der heiligen Schrift enthält und um die Mitte des 4. Jahrhunderts datiert wird. 1859 entlieh ihn der deutsche Gelehrte Konstantin Freiherr von Tischendorffür den russischen Zaren, aber der Text wurde niemals zurüchgegeben. 1933 kaufte ihn das Britische Museum, wo er sich seither befindet.
Viele Handschriften sind mit seltenen und äußerst kostbaren Miniaturen verziert. Außer den Handschriften enthält die Bibliothek eine große Zahl, etwa 5000 Bände, von Inkunabeln (frühe Drucke), eine Reihe davon aus den Anfängen der Kunst des Buchdruckes. Alle Bücher sind nach wissenschaftlichen Methoden katalogisiert, und die Bibliothek verfügt über Werkstätten zur Verfilmung und Restaurierung von Handschriften. Mit ihrem Archiv steht sie Forschern aus aller Welt zur Verfügung.
In ihrer Reisebeschreibung erwähnt Aitheria in der Nähe des Dornbuschs einen wunderschönen Garten mit viel Wasser. Aber auch andere Pilger und Schriftsteller schreiben in späterer Zeit über den Garten. Heute wird dort Gemüse angebaut, und neben Obstbäumen gedeihen Zierpflanzen und Blumen. Die Mönchen haben von Zeit zu Zeit Erde von weither gebracht. Regenwasser und das Wasser der Schneeschmelze wird in großen Zisternen aufgefangen, um zur Bewässerung des Gartens zu dienen.
Im Garten befindet sich das Coemeterium, der Friedhof des Klosters, mit der Kapelle des Heiligen Tryphon und dem Beinhaus. Die Mönchen werden auf dem Friedhof beigesetzt, und später werden ihre Gebeine ins Beinhaus überführt. Da nur ganz wenig Erde vorhanden ist, müssen die Gräber immer neu belegt werden. Das Beinhaus erfüllt noch einen weiteren Zweck: Die Mönche des Klosters, aber auch die Pilger, denken beim Anblick der Gebeine über Leben und Tod nach und philosophieren über das Wesen des Menschen und die Eitelkeit irdischen Lebens.
In einer besonderen Osteothek befinden sich die Reliquien des Eremiten Stephanos, eines sinaitischen Mönchs des 6. jahrhunderts, den Johannes Klimax, einer der Äbte des Klosters gegen Ende des 6. Jahrhunderts erwähnt.
IM KATHARINENKLOSTER
Anschließend fuhren wir zu unserem Hotel etwas außerhalb von St. Katharina
MEIN HOTEL
Nach dem Mittagessen gegen 13:00 Uhr im Hotel fuhren wir gegen 16:00 Uhr in den Ort St. Katharina und machten einen Fotostopp am "Goldenen Kalb"
Nach der kleinen Rundfahrt fuhren wir nochmals zum Katharinenkloster und unternahmen einen ca. 1 km langen Spaziergang auf dem Weg der uns morgen auf den Mosesberg führen soll.
DAS GOLDENE KALB
ST.KATHARINA
SPAZIERGANG AUF DEM WEG ZUM MOSESBERG
Gegen 18:45 waren wir wieder zurück im Hotel Morgenlandmit anschließendem Abendessen.
20:00 Uhr im Bett
ca. 28°C bei herrlichem Wetter
SIGRID IN SHARM EL-SHEIK
Sigrid verbrachte die meiste Zeit des Tages in Ihrer Kabine.
Während des Tages wurde sie von Maud, Wolfgang, Heidrun und Volker liebenswert bemuttert - vielen Dank an die Vier.
12:30 Uhr TS MAXIM GORKI verabschiedet sich von Sharm-el-Sheikh (Sinai-Halbinsel)/Ägypten und nimmt Kurs auf den Suez-Kanal mit anschließendem Stopp in Port Said/Ägypten
Es liegt eine Strecke von 184 Seemeilen vor uns
13:00 Uhr Mittagessen - es gab eine Suppe
16:00 Uhr Tee- und Kaffeestunde
19:00 Uhr Abendessen